Umbrien

Der Reiz Umbriens entsteht durch die Verschmelzung von Kunst und Natur,
durch die Ruhe und Ausgeglichenheit, die seine Orte ausstrahlen, durch
die Meisterwerke der Renaissance und die von den Hügeln eingefassten
mittelalterlichen Dörfer.
Gubbio ist einer dieser Orte und die älteste Stadt Umbriens. Im
Mittelalter erlebte es seine Blütezeit. Die Kathedrale, der Palazzo
Consoli – Wahrzeichen der Stadt – und der Herzogspalast
sind nur einige Beispiele, die Gubbio als wahre Perle Umbriens auszeichnen.
Andere Orte von großer Bedeutung in Umbrien sind Orvieto mit seinem
bekannten Dom, einem der Meisterwerke gotischer Kunst in Italien, und
dem Brunnen von San Patrizio, einem technischen Meisterwerk, in dem
sich zwei Wendeltreppen mit 248 Stufen befinden, die ohne einander zu
berühren in 62 m Tiefe das Wasser erreichen. Auch Spoleto darf
man nicht vergessen. Ein malerisches Städtchen mit tausendjähriger
Geschichte, in dem noch Spuren der Architektur des Mittelalters und
der Renaissance zu finden sind.
Zwischen Kunst und Spiritualität angesiedelt ist auch ein Besuch
in der mittelalterlichen Stadt Assisi. Die zum Weltkulturerbe der UNESCO
zählende Stadt besitzt eine ganze Reihe großartiger Meisterwerke.
Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien. Ihr mittelaterlicher
Stadtkern besitzt eine unglaubliche Anzahl bedeutender Kunstwerke und
Museen. Zwei Universitäten und kulturelle Veranstaltungen von internationaler
Bedeutung sorgen für eine kosmopolitische höchstlebendige
Atmosphäre.

Umbrien gilt als das grüne Herz Italiens; seine Landschaft ist
gekennzeichnet von Tälern Hügeln und teils hochalpin anmutenden
Gebirgsgegenden. Das Territorium erstreckt sich am Mittellauf des Tibers
entlang. Als einzige mittelitalienische Region hat Umbrien keinen Zugang
zum Meer. Das wichtigste Binnengewässer ist der Trasimener-See,
der größte See in Mittelitalien, in dessen Umgebung noch
Reste von Etruskersiedlungen zu sehen sind, insbesondere in Castiglione
del Lago, einer Ortschaft, in der sich der Zauber der Natur und die
Ruhe des Sees miteinander verbinden. Der See speist auch die Wasserfälle
von Marmore bei Terni, mit die schönsten Wasserfälle Europas.
Städten:
Die Provinzen sind: Perugia (Regionalhauptstadt) und Terni.
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nördlichen Umbrien

Hier,
zwischen den Gassen mittelalterlicher Ortschaften, den Gebäuden, Burgen
und Festungen wunderschöner Dörfer, taucht der Besucher in die Vergangenheit
ein Die Provinz Perugia befindet sich im Herzen Italiens, breitet sich
über zwei Drittel der Region aus und ist somit die größte Provinz Umbriens.
Die Landschaft zeigt gegensätzliche Aspekte: das weite, flache Gebiet
mit der Valle Umbra und dem Tibertal, umgeben von Hügeln und Bergen
im Osten. Die restliche Fläche ist von Wäldern bedeckt.
Gubbio ist reich an Zeugnissen seiner langen Geschichte, z.B. das römische
Theater aus dem 1. Jahrhundert, außerhalb der Ringmauer. Symbol
des Ortes ist der Palazzo dei Consoli, ein mächtiges Gebäude
aus dem 14. Jh. v. Chr., heutiger Sitz der Pinakothek und des archäologischen
Museums; der Palazzo Ducale, im Auftrag von Federico von Montefeltro
im Renaissancestil erbaut, befindet sich gegenüber dem Dom, der
zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert über einer ehemaligen romanischen
Kirche erbaut wurde.

Perugia
hat zwei Ringmauern: entlang der äußeren mittelalterlichen
Mauer, die über weite Strecken noch erhalten ist, befinden sich
verschiedene Tore wie der Cassero di Porta Sant’Angelo. Weiter
innen hingegen die etruskische Mauera aus großen Steinblöcken.
Leider sind nur wenige Zeugnisse der Etruskerzeit in der Altstadt zu
sehen, das restliche Stadtzentrum ist mittelalterlich, eines der schönsten
seiner Art in ganz Italien.
Kommt man durch die Porta San Pietro herein, sieht man die Basilica
San Domenico, in der Statuen und wertvolle Werke von örtlichen
Künstlern aufbewahrt sind. In den nahe gelegenen Kreuzgängen
und dem Kloster ist das Archäologische Landesmuseum Umbrien entstanden,
in dem u. A. Funde aus der Neusteinzeit und der Bronzezeit aufbewahrt
sind, die aus den örtlichen Ausgrabungen stammen
Sehenswert ist auch die Piazza Matteotti, deren alter Name Sopramuro
lautete, mit dem Gebäude der alten Universität aus dem IV
Jahrhundert und dem Palazzo del Capitano del Popolo. In der Nähe
kann man einen der wichtigsten Plätze Italiens bewundern, die Piazza
IV Novembre: kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Stadt mit
der Fontana Maggiore, einem eleganten Brunnen von Giovanni und Nicola
Pisano. Zu diesem Komplex gehört der Palazzo dei Priori, zwischen
dem 13. und dem 14. Jh. Erbaut und Symbol der Staatsgewalt sowie Sitz
der Nationalgalerie Umbriens, in der die wichtigste umbrische Gemäldesammlung
mit einigen Gemälden Peruginos ausgestellt ist.

Die
wunderschönen Landschaften sind auch immer von einen religiösen
Zauber begleitet. Wer nach Umbrien mit all seinen Heiligtümern
und Klöstern fährt, folgt oft den Wegen des Heiligen Franziskus
und der Heiligen Clara. Assisi ist das erste Ziel der Touristen und
Pilger. Der Ort lagert sich terassenförmig an die Hänge des
Monte Subasio. Lange steile Wege führen zu mehreren Plätzen:
S. Rufino, wo der gleichnamige romanische Dom steht. Viele Monumente
und Kirchen sind zu besichtigen: die Basilika S. Chiara mit den charakteristischen
rosa und weißen Streifen ihrer Fassade; in der Kirche befindet
sich das Kruzifix von S. Francesco. Die Oberkirche S. Francesco, mit
ihren Fresken von Giotto und Cimabue, ist durch eine Treppe mit der
Unterkirche verbunden. Die alte Kapelle der Porziuncola, in der Franziskus
Zuflucht fand, liegt heute in der Basilika S. Maria degli Angeli. Der
Tempel der Minerva stammt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. und zeigt noch
eine gut erhaltene Fassade mit sechs Säulen. Spello liegt in der
Nähe von Assisi und ist eine der Perlen Umbriens, reich an Geschichte,
Denkmälern und Werken, wie denen des Pinturicchio.
Montefalco, südlich von Foligno, wird als „Geländer
Umbriens“ betrachtet, weil man von hier aus die Landschaft des
Tales in jede Richtung bewundern kann.
südlichen Umbrien

Jh. Weiter südlich erregt Spoleto die Aufmerksamkeit der Besucher.
Sein Zauber stammt nicht nur von den Denkmälern, sondern auch von
dem engen Verhältnis zwischen Stadt und Natur. Spoleto liegt auf
einem Hügel und wird von der Festung Albornoziana, dem wichtigsten
Denkmal der Stadt und heute Sitz des Nationalmuseums, beherrscht. Auf
einem Panoramaweg an der Festung erreicht man die Turmbrücke, ein
gewagter 90 Meter hoher Bau mit zehn Arkaden, der Colle S. Elia mit
Monteluco verbindet. Außer den Denkmälern und den Kirchen,
die man wie Perlen zwischen den Gassen entdeckt, sind der im Jahr 23
v. Chr. erbaute Druso Bogen, Zugang zum alten römischen Forum,
und der Dom erwähnenswert. An seiner romanischen Fassade befindet
sich ein Mosaik aus dem 13. Jh., im Inneren gibt es Werke von Pinturicchio,
Filippo Lippi und Anderen.

Wieder
an Spoleto vorbei, dem Lago Trasimeno entlang, erreichen wir Todi; auch
von hier aus genießt man weine wunderschöne Aussicht. Die
Stadt liegt am Hang und die Viertel haben eine dreieckige Form. Die
Piazza del Popolo, einer der schönsten Plätze Italiens, ist
umgeben von dem Palazzo del Capitano, dem Palazzo del Popolo, in dem
sich die Stadtpinakothek und das Etruskisch- Römische Museum befinden,
und vom Dom, aus dem 11. Jh., der der Heiligen Maria Annunziata gewidmet
ist.